Rabenberg, Vogtland, 2026

Ein Wochenende, das Atemkraft, Orientierungsgeschick und Teamgeist auf die Probe stellte - und ein Team, das daraus mehr zog, als es sich selbst erträumt hatte: Beim Deutschen Meisterschafts-Staffelrennen und der DBK-Mannschaftsmeisterschaft im Orientierungslauf am 20. und 21.06.2026 in Rabenberg holte das Team in der Besetzung Gunda Fischer, Uta Fischer und Alexandra Kuntze Doppelsilber.
Wer die Karten und Postenfolgen betrachten wollte, dachte zunächst an technische Kniffe, komplizierte Wegenetze und taktische Entscheidungen. Doch die eigentliche Herausforderung am Wochenende war nicht die Orientierung - es war die extreme Hitze. Bei Temperaturen, die jede Läuferin und jeden Läufer auf die Probe stellten, wurden Routenwahl und Kondition zur entscheidenden Kombination. Und genau hier zeigte das Team seine Stärke.
Die Staffel am Samstag lief Uta im Massenstart an und wechselte als gute 9. auf Alexandra. Sie konnte bereits vier Plätze aufholen, bevor Gunda ins Rennen ging. Mit einer hervorragenden technischen und läuferischen Leistung brachte sie das Team schließlich auf den Endplatz 2.
Am Sonntag ging es gemeinsam an den Start: Uta teilte in souveräner Manier die Posten auf, sodass Gunda die außen liegenden, technisch schwierigen Posten und Alexandra und Uta die Innenposten an der Pflichtstrecke anliefen. Die Mannschaft wählte klug die Sicherheitsvariante und traf sich am Pflichtposten C. Dort erfolgte die letzte Aufteilung, bevor sie fast zeitgleich am Endposten zusammentrafen. Gemeinsam rannten sie den Weg zum Zielposten und konnten den Vortageserfolg wiederholen: erneut Silber.

Dass es fast noch mehr geworden wäre, zeigte der knappe Abstand von nur 14 Sekunden zur Goldmedaille. Ein Moment, der nicht Schmerz, sondern Stolz hinterließ: Das Team hatte gezeigt, dass es an der Spitze mithalten kann – und das bei diesen Hitzebedingungen.
Das Doppelsilber war für die drei Starter vom SV Handwerk Erfurt mehr, als sie selbst erwartet hatten. Die Neuzugänge Uta und Gunda waren die Voraussetzung dafür, dass das Team überhaupt zusammenkommen und diese Leistung vollbringen konnte. Ohne sie wäre die Besetzung nicht möglich gewesen.
